Die „Retrofit“ oder auch „Revamp“ genannte Modernisierung von Anlagen ist eine kostengünstige Alternative zum Neubau. Oftmals sind es nur wenige Aspekte, die bei FÜLL Anlagen nach langer Standzeit einer Aufbesserung bedürfen. Die Anlagensicherheit ist wie bei neuen Anlagen das Wichtigste, was es zu berücksichtigen gilt.
Auch deshalb bietet FÜLL jede Modernisierung individuell an und berät gerne bei allen zu treffenden Entscheidungen. Der endgültige Grad der Modernisierung wird letztendlich mit den Kunden gemeinsam festgelegt.
Die folgenden Punkte vermitteln einen Einblick in einige Möglichkeiten, die zur Modernisierung angewendet werden.
Elektrische Steuerung
Das Herzstück der Anlagensteuerung ist der Rechner, der alle wichtigen Anlagenparameter speichert, sowie Rezepte, Aufträge und Protokolldaten verwaltet. Auch ein Industrierechner kommt in die Jahre und sollte nach einiger Zeit ersetzt und seine Programme auf den neuesten Stand gebracht werden.
In der Automatisierungstechnik geht die Entwicklung zügig voran und der Trend zur Kommunikation via Ethernet wird selbstverständlich in den aktuellen Steuerungskonzepten von FÜLL umgesetzt. Damit verbunden sind neue Möglichkeiten zur Fernwartung über das Internet und sichere VPN-Tunnel (Virtuelles privates Netzwerk). Dadurch können Servicetechniker von FÜLL die Anlage bis auf die Steuerungsebene der SPS (Speicherprogrammierbare Steuerung) analysieren und Unterstützung leisten.
Ventilansteuerung
Die Ventile der Dosieranlagenbaureihen FS 182.2 und FS 2005.2 werden mit Hilfe von Servoantrieben gesteuert. Das garantiert einen hochdynamischen und präzisen Dosierablauf. Durch die genaue Ventilöffnung können Dosierparameter optimal eingestellt werden, bzw. werden von der Dosiersoftware CALIPSOPRO selbständig ermittelt und optimiert.
Durch die neuartigen Antriebe entfallen lästige Initialisierungen nach einem Spannungsausfall.
Ventilaushub
Der Ventilaushub ist die meistbelastete Baugruppe innerhalb eines Dosierzentrums, da alle Ventile stufenlos über diesen geöffnet und geschlossen werden. Bei der punktgenauen Dosierung ist ein schneller und präziser Ventilaushub somit das A und O, denn nicht nur die Geschwindigkeit, mit der geöffnet und geschlossen wird, spielen für die Dosiergenauigkeit eine Rolle, sondern auch die Einhaltung der Hubhöhe zur Grob- und Feinstromdosierung ist entscheidend.
Ventilschlitten
Die Dosierventile der meisten gravimetrischen Dosieranlagen sind auf einer Ventilplatte montiert, dem Ventilschlitten, der mit Hilfe eines Servoantriebs das aktive Ventil unter den Ventilaushub positioniert. Der Servomotor mit seinem Regler ist vom gleichen Typ wie der des Ventilaushubs und vereinfacht dadurch die Ersatzteilhaltung.
Eine schnelle und hochpräzise Positionierung mit i.d.R. 250 mm/s verkürzt die Dosierzeit erheblich. Auch dieser Antrieb „weiß“ nach dem Spannungsausfall an welcher Position er sich befindet. Das vereinfacht das Anfahren der Anlage nach Not-Aus-Situationen und Wartungsarbeiten wesentlich.
Ventilreinigungssystem
Die Nachrüstung oder Modernisierung eines automatischen Ventilreinigungssystems ist natürlich auch eine mögliche Retrofit-Lösung. Wenn die manuelle Reinigung der Ventilköpfe aufgrund von Produktionsspitzen nicht immer gewährleistet werden kann, ist die automatische Ventilreinigung eine ideale Ergänzung der Dosieranlage. Sie schützt zuverlässig vor Verschmutzung und Migration anhaftender Restsubstanzen. Auch werden zusätzliche Kapazitäten frei, da die automatische Reinigung dem Bediener viel Zeit erspart.
Die geschlossene Ventilreinigung vereint chemische und mechanische Reinigung. Dabei werden die Dosierventilköpfe durch rotierende Bürsten mit einem zu den Produkten passendem Reinigungsmittel gesäubert. Das Reinigungsmittel wird dabei zirkulierend verwendet, wodurch ein geringer Verbrauch gewährleistet wird.
Bei einem bereits vorhandenen Ventilreinigungssystem sind es insbesondere die Verschleißteile wie Bürsten und Schlauchleitungen, die nach langem Einsatz einer Prüfung unterzogen werden.
Verschleißteile
Selbstverständlich verwendet FÜLL Systembau GmbH nach wie vor nur Schlauchleitungen höchster Güteklasse, die über eine sehr lange Lebensdauer verfügen.
Trotzdem sind Dichtungen und Schlauchleitungen aufgrund der chemischen und mechanischen Beanspruchung die Hauptverschleißteile jeder Anlage. Ein geplatzter Schlauch stört die Produktion zum ungünstigsten Zeitpunkt stundenlang und bindet Kräfte, die eigentlich anderweitig gebraucht werden. Es gilt zu bedenken, dass solche durch Abnutzung auftretende Probleme für Außenstehende, die nicht jeden Tag an der jeweiligen Anlage arbeiten, besser zu erkennen sind.
Daher der Hinweis:
FÜLL bietet Wartungsverträge für Dosieranlagen und Lagereinrichtungen an.
Sicherheit
Die Sicherheit der Bediener hat bei FÜLL immer höchste Priorität. Daher gehen alle Änderungen an den Anlagen unter Berücksichtigung der aktuell geltenden Normen und Sicherheitsstandards einher.
Dabei verliert FÜLL das Hauptziel – die kostengünstige Modernisierung – nie aus den Augen. Bei der Modifikation von Anlagenteilen kann sich schließlich auch herausstellen, dass eine komplexe Nachbesserung, die von Prüfinstitutionen gefordert wird, kostenintensiver ist als der einfache Tausch einer Baugruppe.
Es ist dem konsequent systematischen Aufbau der FÜLL Anlagen zu verdanken, dass beide Möglichkeiten zu jeder Zeit bestehen.
Gerne bewertet FÜLL die Sicherheit der Anlagen, spricht Empfehlungen aus und berät bei der Gestaltung des passenden Angebots.
Wissenswertes / Fremdfabrikate
Natürlich bietet die FÜLL Systembau GmbH auch Modernisierungen für andere Fabrikate an.
Dadurch bleibt Ihnen das gewohnte Anlagenlayout erhalten und die Produktion ist auch für die folgenden Jahre durch qualitativ hochwertige FÜLL-Technik bestens gerüstet.